Die 5 Latein-Tänze 

Tanz-Sport-Gemeinschaft Blau-Gold Siegen e.V. 


 

Der Cha Cha Cha 


Der Cha Cha Cha ist 1952 auf Kuba entstanden und daher ein bißchen exotisch. Er hat sich aus dem Mambo und einer rhythmischen Synthese der Rumba-Boogie-Musik entwickelt. Als sein Erfinder gilt Enrique Jorrin. Das Tanzlehrerehepaar Traute und Gerd Hädrich brachten ihn 1957 nach Deutschland. Dort wurde er im gleichen Jahr vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) als Modetanz empfohlen. Er wurde begeistert aufgenommen und ist bis heute einer der beliebtesten lateinamerikanischen Tänze geblieben. In seiner ursprünglichen Wildheit wurde er zwar gezähmt, dennoch ist er spritzig geblieben, dazu etwas leichtsinnig und frech.
 

Die Samba 


Samba ist der Tanz Brasiliens. Sie ist aus den Kreistänzen der Bantu Neger entstanden. Samba ist schließlich der Sammelname von Kreis- und Reigentänzen, bei denen in der Mitte ein Paar oder ein Einzeltänzer agierte. Durch den portugiesischen Einfluß kam es später zur dauernden Umarmung der Tanzenden. 1910 kam als Vorläufer der Samba die sehr eng getanzte Maxixe Brésilienne nach Europa, verschwand aber sehr bald wieder. Doch 1948/49 begann der Durchbruch, die große Zeit für die Samba. Mit ihren lebhaften Schritten, dem Rollen, Tänzeln und Wiegen, verbunden mit echter Leidenschaft, hat sie die Herzen von Jung und Alt erobert. Vom Bewegungsablauf her ist die Samba einer der schwierigsten, aber auch einer der reizvollsten lateinamerikanischen Tänze.
 

Die Rumba 


Es scheint so, als habe sich die Rumba, wie auch der Tango, aus der Habanera entwickelt. Sie gilt als die Mutter beider Tänze. Die aus Kuba stammende Rumba kam 1930 über New York nach Europa. Man könnte sie als den Kavalier der lateinamerikanischen Tänze bezeichnen. "The Peanut Vendor", als ersten Rumbaschlager, eroberte die Welt. Lucien David, Frankreich schuf die Viereck-, Square oder auch Carre-Rumba. Er hielt an der langsamen Rumba-Bolero fest. 1960 wurde diese Tanzrichtung durch den modernen Cuban-Style (Mambo-Bolero-Stil) abgelöst, der von dem in London lebenden Franzosen Pierre entwickelt wurde. Er verleiht diesem leidenschaftlichen Tanz noch mehr Ausdruck. Typisch sind die Hüftbewegungen, die besonders reizvoll werden, wenn sie von beiden Partnern synchron ausgeführt werden.
 

Der Paso Doble 


Der Paso Doble ist heute fast ausschließlich Turniertanz. Selten spielt eine Band in der Öffentlichkeit einen Paso Doble. 1924 erschien er zum ersten Mal auf dem Turnierprogramm. Er ist der einzige darstellende und interpretierende Tanz (Demonstration des Stierkampfes durch kunstvolles Tanzen), Spaniens Beitrag zur internationalen Tanzszene. Der Partner ist hier der Torero, der mit seiner Capa (dem roten Tuch) gegen einen imaginären Stier kämpft. Seine Bewegungen sind heißblütig und typisch südländisch nachempfunden.
 

Der Jive 


Der Jive entstand am Ende der 30er-Jahre als neuer Tanz unter einer Vielzahl von Namen. Musikalisch und tänzerisch hat er sich aus dem Blues entwickelt. Als Boogie-Woogie, Volkstanz der 50er-Jahre, eroberte er die Ballsäle Nordamerikas und Europas. Im Laufe der Jahre wurde er dann zum Jive namensbereinigt. 1940 nannte man ihn noch Jitterbug, 1945 Bibop und seit 1955/56 Rock´n´Roll, populär gemacht durch Elvis Presley und Bill Haley, den Kings of Rock. Die Wiege des Jive stand in Nordamerika und hat sich in Harlem, dem "Schwazen Stadtteil" von New York, aus alten volkstümlichen Elementen entwickelt. Es ist ein Tanz mit unverwechselbarem Rhythmus, der in offener Haltung mit lockeren Knien getanzt wird.


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